Evangelische Kindergärten und Kindertageseinrichtungen in Stuttgart
 

Wissenswertes für Eltern

Wissenswertes für Eltern

Sozialraumorientierung - Die evang. Kindertageseinrichtung im Stadtteil

Die Evangelischen Kindertagesstätten sind in der Kirchengemeinde und im Stadtteil integriert. Es werden vielfältige Formen der Teilnahme, der Mitgestaltung und des Austausches mit den Gemeinden gepflegt.

Durch die Betreuung der Kinder in den Evangelischen Einrichtungen entsteht zwischen den MitarbeiterInnen und den Familien ein intensiver Kontakt. Die MitarbeiterInnen befinden sich im regelmäßigen Austausch mit FachkollegInnen anderer Einrichtungen, mit Schulen, mit Gremien im Stadtteil, mit Beratungszentren und Beratungsstellen.

Dieser Austausch und der Kontakt zu den Familien in den Einrichtungen ermöglichen, die Bedürfnisse der Familien zu erkennen und weitere Angebote zu machen und / oder zu initiieren, z.B. eventuell den Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren.

Sprache ist ein wichtiges Instrument

Sprache ist wichtig - Menschen nehmen mit Worten Kontakt mit anderen auf, teilen sich mit, lernen zu verstehen und drücken über Sprache ihre Gefühle aus.  
Sprachförderung ist in der Kindertageseinrichtung im Alltag integriert und geschieht für Außenstehende "fast nebenbei". Der Eindruck täuscht - unsere Sprachförderkräfte sind professionell auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie beobachten die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und sorgen für eine Weiterentwicklung der Ausdrucksmöglichkeiten und des Sprachschatzes.

Einige Kinder haben besonderen Bedarf an Förderung, sie werden individuell von den Sprachförderkräften betreut. Näheres zur Sprachförderung finden Sie unter dem Link im Infokasten unten.

Kinder unter 3 Jahren

Kindertageseinrichtungen mit Plätzen für Kinder unter 3 Jahren sind für viele Familien unerlässlich geworden. Die veränderten Bedingungen in Familien, die Vereinbarkeit von Familien und Beruf, sowie die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen mit Kindern unter 3 Jahren, erfordern ein umfassendes Angebot in Kindertagesstätten mit verschiedenen Betriebsformen.

Der Rechtsanspruch ab 2013 mit den dafür notwendigen Platzkapazitäten muss durch die Kommunen umgesetzt werden. Die evangelischen Kindertageseinrichtungen in Stuttgart tragen im entsprechenden Rahmen dazu bei. Hierzu gehören mit einer langen Tradition die dem Evangelischen Kirchenkreis Stuttgart angeschlossenen Kinderkrippen in unterschiedlichen Trägerstrukturen, sowie die Angebote für Kinder unter 3 Jahren in den verschiedenen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet.

Neueste Forschungen belegen, "………dass es niemals zu früh ist, mit der Bildung und Erziehung von jungen Kindern zu beginnen. Schon von Geburt an sind Kinder kompetent Lernende mit einem soliden Erfahrungsschatz, auf dem sie aufbauen können……" (aus Wach, Neugierig und Klug-Kinder unter 3 Jahren, Verlag Bertelsmann Stiftung).

In den evangelischen Kindertageseinrichtungen in Stuttgart werden deshalb im Rahmen des Bedarfs und der vorhandenen Möglichkeiten in vielfältiger Weise Angebote für diese Altersgruppe geschaffen. Im Rahmen der Umsetzung des Orientierungsplanes und der Bildungs- und Lerngeschichten als Beobachtungsinstrument sind gute Grundlagen für die Entwicklung der jungen Kinder gegeben. Hierzu tragen die entsprechende Qualifizierung der Mitarbeiterinnen, eine Arbeitshilfe für Kinder unter 3, sowie die Umsetzung des Beobachtungssystems Bildungs- und Lerngeschichten für Kinder unter 3 mit wissenschaftlicher Begleitung der Dualen Hochschule Stuttgart im Rahmen eines Projekts in den Jahren 2010 – 2012 bei.

Kinder und Medien

Durch veränderte Bedingungen in der heutigen Lebenswelt von Kindern spielen u.a. die elektronischen Medien bereits in der frühen Kindheit eine wichtige Rolle. Die Lebenswirklichkeit von Kindern erfordert einen kompetenten Umgang mit Medien. Hierzu gehört medienbezogenes Wissen, die Fähigkeit und Bereitschaft zu verantwortlichem Beurteilen und Entscheiden.

Medienerziehung in Kindertageseinrichtungen ist wichtig, damit alle Kinder die Chance haben, Medienkompetenz umfassend zu erlernen, sowohl bei der Nutzung von „klassischen“ Medien (Bücher, Fotoapparat, CD’s, Kassetten), als auch den „neuen“ Medien (wie Fernseher, Computer etc.)

Medienerziehung umfasst neben den Möglichkeiten der Nutzung aller Medien in den Kindertageseinrichtungen die Unterstützung der Kinder bei der Entwicklung einer umfassenden Medienkompetenz, die auch die Fähigkeit beinhaltet, in der vielfältigen Medienlandschaft aktiv gestaltend und kritisch reflektierend zu agieren. Hierzu trägt die Nutzung von verschiedenen Medien in Situationen und Projekten in der Kindertagesstätte durch die Kinder wesentlich bei. Außerdem werden die medialen Eindrücke, Erfahrungen und Einflüsse aller Medien, die die Kinder machen, bei der Gestaltung des pädagogischen Alltags berücksichtigt. Weiterhin zählt auch die Zusammenarbeit mit den Eltern zu diesem Aspekt zu einer wichtigen Grundlage im Sinne der Erziehungspartnerschaft.

Die Kindertageseinrichtungen können dafür auch die vielfältigen Angebote des Evang. Medienhauses Stuttgart und des Ökumenischen Medienladens nutzen. Bei den angebotenen Fortbildungen für Erzieherinnen fließen entsprechende Möglichkeiten ein. Die Grundlagen des Orientierungsplanes sehen die Medien u.a. auch als eine Querschnittsdimension vor, d.h. Mediennutzung und Medienerfahrung tangiert alle Bildungs- und Entwicklungsfelder.

Eingangsschuluntersuchung (ESU)

Seit dem Herbst 2009 wird die Eingangsschuluntersuchung (ESU) in neu konzipierter Form durchgeführt. Hierbei kommt dem Bereich der Sprache eine besondere Berücksichtigung zu. Sprachauffällige Kinder werden im Rahmen der ESU zusätzlich auf ihre Sprachkompetenz hin untersucht.