Evangelische Kindergärten und Kindertageseinrichtungen in Stuttgart
 

Pädagogik | Unser Profil

Integration und Inklusion

Diversität (Vielfalt) zeigt sich in unserer Gesellschaft durch unterschiedliche religiöse und kulturelle Hintergründe, durch das jeweilige sozio-ökumenische Umfeld und durch körperliche Besonderheiten.     

  • Geschlechter     
  • Unterschiedliche Kulturen     
  • Menschen mit Behinderung

Durch diese vorhandene Heterogenität (Andersartigkeit) entstehen besonders im pädagogischen Bereich für das pädagogische Fachpersonal aber auch für unsere Bildungspolitik immer wieder neue Anforderungen und Herausforderungen.
Ein kompetenter Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit wird erforderlich, da die Arbeit mit Heterogenität erst dann als eine Bereicherung gesehen werden kann, wenn ein fachlicher Umgang vorhanden ist.

Alle Kinder haben das Recht auf ein Bildungssystem (SGB 8 §1 / Orientierungsplan), das sie gleich behandelt. Für diese Gleichberechtigung sind Pädagogen verantwortlich. PädagogInnen haben dafür zu sorgen, dass Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit Behinderung nicht „Gleichheit“ erhalten sondern die notwendige Förderung und Unterstützung, um sich entfalten zu können und sich individuell zu entwickeln.

Konzepte, die die Arbeit mit Vielfalt erlauben, fördern die Akzeptanz unter den Kindern und tragen zusätzlich dazu bei, dass Kinder die Unterschiedlichkeit und Vielfalt im Leben erkennen und mit ihr umgehen lernen. (Vgl. Gramelt 2010, S. 55 ff.)

Ein solches Konzept, das in unseren Einrichtungen umgesetzt wird, ist das Projekt "Kinderwelten" (Näheres über unten stehenden Link).

Kulturelle Vielfalt - Integration

Mein Portrait

Es ist Montagmorgen in einer Kindertageseinrichtung. Langsam treffen die Kinder ein. Die Erzieherin begrüßt als erstes Cem. Cem kommt aus der Türkei und ist erst seit 3 Wochen in der Einrichtung. Da er nur Türkisch versteht, begrüßt ihn die Erzieherin mit der ihm vertrauten Sprache „Gün aydin Cem!“. Cem lächelt, setzt sich an den Maltisch und beginnt zu malen.

Kurz darauf trifft auch schon Paul ein. Heute bringt ihn seine Mutter in die Einrichtung. Paul kommt aus dem Kosovo. Seine Mutter macht einen unsicheren Eindruck, weil sie befürchtet kein Wort zu verstehen wenn die Erzieherin mit ihr spricht. Ihr Sohn Paul spricht Albanisch und Deutsch. Daher hilft er bei der Übersetzung, wenn die Mama nicht alles versteht was die Erzieherin sagt. Das hier ist ein kleiner Einblick in eine Einrichtung im Stuttgarter Westen.

Immer mehr Einrichtungen werden von so einer kulturellen Vielfalt bzw. Unterschiedlichkeit geprägt. Institutionen, Familien und deren Kinder erleben eine große Diversität an Lebensverhältnissen und Lebensgewohnheiten in ihrem unmittelbaren Sozialraum. Sie kommen aus verschiedenen Teilen der Welt. Es sind Menschen aus ehemaligen Anwerbeländern, Flüchtlinge, Aussiedler und deren Nachkommen. Sie alle bringen kulturell geprägte Werte und Normen mit.
Sie sprechen verschiedene Sprachen und gehören unterschiedlichen Religionen an. Unsere heutige Gesellschaft besteht aus heterogenen Gruppenkonstellationen, die sich in den verschiedenen pädagogischen Einrichtungen widerspiegeln.

Dies stellt pädagogische Fachkräfte vor größere Anforderungen, die einen kompetenten Umgang mit den Familien und deren Kindern erforderlich machen.
Die sich immer wieder verändernde Gesellschaft beansprucht eine konstante Reflexion der pädagogischen Arbeit und das Aufgreifen gesellschaftlicher Themen oder Problematiken, die sich im Kindergartenalltag widerspiegeln.

Denn Vielfalt kann erst dann eine Bereicherung sein, wenn bestimmte Rahmenbedingungen geschaffen wurden in denen die Kinder und ihre Familien sich wohlfühlen.

Kinder mit und ohne Behinderung in evangelischen Kindertageseinrichtungen - Inklusion

Die Kindertagestätten des evangelischen Kirchenkreises sind offen für alle Kinder. Die gemeinsame Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder mit und ohne Behinderung ist Ausgangspunkt und Voraussetzung unserer inklusiven Pädagogik.

In der Arbeit mit Kindern geht es uns nicht um eine isolierte Einzelförderung sondern um ein Miteinanderleben und -lernen innerhalb der Gemeinschaft der Kindergruppe.
Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und deren Lebenssituation werden in den pädagogischen Kindergartenalltag entsprechend ihrem Entwicklungsstand einbezogen. Die Kinder und ihre Familien haben die Möglichkeit, andere Lebensweisen in einer wertschätzenden Atmosphäre kennen zu lernen.